Squidditch Gang goes Asia

Was passiert, wenn ein Jurist und zwei Informatiker eine Wette über Punkte in einen Staatsexamen abschließen? Richtig, sie fahren zusammen nach Asien in den Urlaub!

Wie, da kommt ihr nicht mit? Naja, zugegeben, die ganze Geschichte ist etwas länger, aber hey, das Ergebnis zählt (Ha, im doppelten Sinne, die Wette ging um Prüfungsergebnisse!). Im November war es also beschlossene Sache, dass mich Thomas und Andi besuchen kommen würden. Nach einigem hin-und-her hatten wir auch den Plan aufgestellt: Ein paar Tage Taiwan, zum Eingewöhnen und um mich "abzuholen", dann Mainland China mit Shanghai und Peking als Hauptanlaufstellen und zum Schluss noch ein paar Tage Japan, Tokyo. Insbesondere für die zwei Jungs, die noch nie in Asien waren also echt ganz schönes Programm. Flüge und Unterkünfte wurden gebucht und dann der Wiedervereinigung unserer Gang entgegengefiebert.

Während die Jungs also seid Samstag Mittag im Flieger saßen, durft ich mich Sonntag früh um 4:sth Uhr aus dem Bett schälen, mit dem Fahrrad quer durch Taipei jagen und mit dem Bus zum Flughafen düsen. Was mussten die auch um 6 Uhr früh landen!? Gefunden haben wir uns schnell und dann ging es auch direkt zurück in die Stadt zum Hostel der beiden, nur etwa 10 Fahrrad-Minuten von meinem Wohnheim entfernt. Das arme Mädel dort haben wir aus dem Bett geworfen und so gab es erst mal Frühstück, SGGA04dann einchecken und gemütliches Startprogramm. Tempel, ein paar Ecken der Stadt und dann am Nachmittag nur noch mein Uni-Campus, einfach weil nach 30+ Stunden wach die Jungs doch verständlicherweise etwas fertig waren... Zusammen mit ein paar Nasen von hier gab's dann noch Abendessen und danach durften die Jungs zurück ins Bett. ;)

Der nächste Morgen begann für 2/3 von uns viel zu früh aber erbahmungslos habe ich die zwei aus dem Bett geschmissen und durch die Stadt gezerrt. Frühstück gab's im Chiang Kai Shek Memorial Park und danach zum 101(Tower). Anschließend sind wir tatsächlich noch auf den Elephant Mountain geklettert und haben uns da den Sonnenuntergang angeguckt. Und als wäre das noch nicht genug gewesen wollte ich unbedingt noch zu meinem Lieblings-Nachtmarkt für das Abendessen. So im Nachhinein tun mir die zwei ein wenig Leid, das war echt nen heftiger Tag! ^^

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 Spontan am Vorabend beschlossen sind wir am Montag aus Taipei raus gefahren. Es ist der 27.1 - offizieller Beginn der Chinesischen Neujahr Feierlichkeiten. Das Problem daran ist, wie bei uns an Weihnachten. Es passiert nichts besonderes in der Stadt und alles hat zu. Daher der Entschluss mit dem Zug etwas raus zu fahren und uns Natur anzugucken, die hat schließlich nicht frei... Dachten wir... Tja, nach einen frühen Mittagessen in einer von einem redebegeisterten Taiwanesen empfohlenen Ecke belehrte uns Station Nummer 1 eines besseren. Der Wasserfall bzw mehr der Zugang dazu war eben leider tatsächlich zu und so sind wir eine Runde durch das Mini-Dorf gewackelt, schauten uns an, wie eine Menge Menschen tagsüber Himmelslaternen steigen ließen und machten uns gegen Nachmittag auf zur Station Nummer 2. Das Dorf Jiufen ist als Inspiration für Miyazaki's "Chihiro's Reise ins Zauberland" bekannt, welcher immernoch einer meiner absoluten Lieblingsfilme ist und authentischer hätte unser Besuch wohl nicht sein können. Schon auf dem Weg dort hin begann es zu regnen und als wir endlich oben am Berg angekommen waren schüttete es aus Eimern. Einer der Charactere im Film sagt so schön, als es auch dort eine Nacht durchregnet: "Bei so viel Wasser, da wird schon Mal ein Meer draus!" Also, ich glaube das jetzt sofort. Trotz Pulli's, Jacken und gekaufter Regenschirme waren wir alle drei nach kürzester Zeit vollkommen durchnäßt und als es dann dunkel und kälter wurde wollten wir eigentlich nur noch zurück ins Trockene und etwas zu Essen. Zurück in Taipei ging es mit Sack und Pack in mein Wohnheim, die durchnässten Sachen landeten in der Waschmaschine und wir im nächsten Convini zum Abendessen (alles andere hatte natürlich zu^^). Schuhe gefönt und Sachen gepackt, am nächsten Tag geht's nach Shanghai.

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Da der Flug nach Shanghai leider mitten am Tag ging, hatten wir nur den Morgen Zeit und auch da kam einiges anders als gedacht. Ursprunglich wollte ich den Maokong Berg hinauf, aber nachdem wir erst einige Zeit am Bahnhof vertrödelt und dann am Fuß des Berges die Schlange zu den Gondeln gesehen hatten entschieden wir uns kurzerhand um und fielen noch schnell in den benachbarten Zoo zum Panda gucken ein. Eines der dicken Bärchen zeigte sich auch kurz und etwas genervt von den Massen (hat ja jeder frei um Neujahr) zogen wir dann relativ schnell wieder ab und machten uns frühzeitig auf zum Flughafen. Dieser war entgegen aller Erwartungen vollkommen leergefegt und so war unser Flug nach Shanghai recht entspannt. Der Weg in die Stadt war ein kleines Abenteuer, aber wir meisterten Geld und Transport mit einigen Anlaufschwierigkeiten und karperten für die letzten Meter ein Taxi, da mittlerweile auch keine Bahnen mehr fuhren. Müde fielen wir in unsere etwas wackeligen Dorm Betten in unserem Hostel und sind quasi sofort eingeschlafen.

Unser erster Tag in Shanghai startete etwas chaotisch, da wir uns mit Wataru, meinem Kumpel aus Taipei treffen wolten und sich die Kommunikation ohne mobiles Internet und vor allem mit China's Internetzensur quasi jedes hilfreichen Message-Dienstes  als etwas schwieriger heraus stellte, als wir dachten. Letztenendes haben wir uns aber in Shanghai's größter Einkaufssraße trotzdem gefunden und ließen uns eigentlich nur mit der Menge treiben. Der Bund und die Skyline war vom Wetter (und Smog) etwas vernebelt aber immerhin sichtbar und als es anfing zu dämmern schlossen wir uns im Altstadt Viertel einer gigantischen Masse an Chinesen an, die sich dort durch die geschmückten und beleuchteten schmalen Gassen schoben. Die Menge an Menschen auf so engem Raum ist wirklich beeindruckend und beängstigend zugleich.

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Leider klappte das mit dem Treffen am nächten Tag so gar nicht und so zogen wir drei wieder alleine los. Erste Station war ein Jade Budda Tempel und ein Stadtteil bekannt für viele Geschäfte und interessante Architektur. Erstere hatten leider natürlich größtenteils zu und wir hatten mehr als einmal das Gefühl uns in nicht-öffentliche Bereiche verlaufen zu haben, weil man es einfach nicht mehr gewöhnt ist, so gar keinen mehr um sich zu haben. :) Am Abend sind wir dann noch rüber nach Pudong gefahren und haben uns die andere Seite des Bundes und die Hochhäuser von der Nähe aus angeguckt. Auf einen der Riesen hoch wollten wir aber lieber am nächsten Tag.

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Gepant, getan! SGGA18Nach einigem Anstehen und sehr vielen Höhenmetern fanden wir uns auf dem aktuell zweithöchsten Gebäude der Welt wieder. Und Alter Schwede, das ist schon echt verdammt hoch! Für mich war es besonders lustig, konnte ich mich noch gut daran erinnern, dass das letzte Mal, dass ich in Shanghai war, das Gebäude noch im Bau war und wir von einem benachbarten Turm auf das Gerüst geblickt hatten. Jetzt konnte ich ganz bequem auf die Spitze des mir damals schon sehr hoch erscheinenden "alten" Gebäudes blicken und dachte mir nur so: "Süß..." ^^ Zum Abschluss in Shanghai wollte ich mit den Jungs Hotpot-Essen gehen, und mit Hilfe des Mädels an der Rezeption unseres Hostels fanden wir auch tatsächlich ein Restaurant der Kette, die ich mir gewünscht hatte. Für alle, die noch nie in den Genuß eines Hotpots gekommen sind: Das ist ähnlich zu unserem Fleisch-Fondue nur wird das Fleisch nicht in Öl gebruzzelt sondern in verschiedenen Brühen gegart. Wir haben uns mit einer breiten Auswahl von Tomate bis "Verdammt-scharf" einmal durch die Karte gefuttert und hattes Spaß mit der Kommunikation und dem Service, die mich nicht und ich sie nur schwer verstanden haben... Gut gestärkt haben wir uns im Hostel schließlich einen gemütlichen Zocker-Gammel Abend gemacht und sind früh ins Bett, unser Flug nach Beijing ging um 6 Uhr früh...

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Was dann an dem Morgen geschah,SGGA21 werde ich mir von Thomas und Andi wahrscheinlich noch die nächsten 10 Jahre anhören dürfen... Wir haben noch am Vorabend schön ein Taxi bestellt, dass uns morgens (wenn noch keine Bahnen fahren) zum Flughafen bringen sollte. Hat auch super funktioniert... Dummerweise hat keiner von uns nachgeschaut zu welchem Flughafen wir müssen, und so stellten wir etwa 1 1/2 Stunden vor Abflug fest, dass wir am falschen Flughafen sind. (Zur Verteidigung der Jungs, die konnten den chinesischen Ausdruck nicht lesen, also vollkommen meine Schuld!) Wir also wieder den nächsten Taxi-Fahrer überfallen, der uns in 40 Minuten von Pudong nach Hongqiao gebracht hat und wir haben es mit Chinesen-Schubsen und Ellenbogen tatsächlich noch rechtzeitig zum Flieger geschafft. XD In Beijing schafften wir es tatsächlich auch ziemlich problemlos zu unserem Hostel, das zu unserer Überraschung wirklich mitten in einem Altstadt-Viertel lag, was ebenfalls als eine der Top-Sehenswürdigkeiten gilt. Unser Dreier-Zimmer war dann auch noch so geräumig, dass wir unser Glück kaum fassen konnten. Nachdem wir die Umgebung etwas erkundet hatten und uns einen Überblick über die Stadt verschafft hatten, wollten wir noch zum Sommerpalast, der aber leider genau vor unserer Nase schloss, also wurde auch dieser Tag kurzerhand zum "Relax-Tag" erklärt und mit vielen, vielen Frühlingsrollen zogen wir uns in unser Zimmer zurück und guckten Sherlock: Perfekter Abend! Muss ja auch mal sein, nachdem man eine ganze Woche permanent auf Achse war und wir schließlich über 6 Monate keine Möglichkeit dazu hatten.

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Ausgeruht gab es das volle Beijing Touri Programm. Mit der Bahn ging es zum Tain'anmen-Platz und der gegenüber liebenden Verbotenen Stadt. Bereits auf dem Platz erregten wir Aufmerksamkeit mit unseren Versuchen ein Panorama Foto mit uns dreien auf die Reihe zu bekommen und als wir Thomas mit seiner Super-Vorleser Stimme jedes Schild auf dem Gelände des ehemaligen Kaiserpalasts vorlesen ließen, ignorierten nicht mehr nur wir unseren Audioguide. Auch wenn ich bereits einmal dort war, ist die verbotene Stadt immer wieder wirklich beeindruckend. Vor allem jetzt mit meinem soliden Halbwissen über Kultur und Geschichte (Hey, ich habe die Prüfung knapp bestanden :P) konnte ich immer mal wieder einiges zusätzlich erzählen und vor allem für mich besser einordnen. Wir hatten außerdem eine Menge Spaß mit blöden Sprüchen, derpigen Statuen und Chinesen, von allem gab es dort wirklich genug! ^^ Nach der Palastanlage sind wir noch durch einen naheliegenden Park geschlendert und nachdem es nach Sonnenuntergang wirklich frisch wurde (~ -3°C), suchten wir uns den nächsten Ort zum Abendessen und dann zurück in unser viel zu krass geheiztes Zimmer.

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Ein großer Fehler dieser Tage war es, den Verschmutzungsgrad der Luft in Beijing online nachzuschauen. Wir hatten uns schon vorher darüber lustig gemacht, dass wir manchmal das Gefühl hatten mehr Zeug als Luft zu atmen und ein Blick auf die Website bestätigte uns, dass diese Werte wirklich jenseits von Gut und Böse lagen... Aber als wir an diesem Morgen auf die Scala blickten und der Wert im Braunen Bereicht war (der kommt NACH Lila, was nach Rot kommt) und der Wert von über 300 ein klein wenig besorgniserregend wirkte (nur so zum Vergleich München hat einen höchstwert von 35), minimierten wir unsere Ausflugszeit und liefen, wie so viele andere Chinesen an diesem Tag auch mit Atemmaske durch die Gegend. Andi machte das zumindest äußerlich gleich zum Terroristen! ^^ Wir haben es uns trotzdem nicht nehmen lassen, die Himmelspagode und den umschließenden Park zu besuchen. Gegen Nachmittag mit einigen Umwegen ging es schon wieder zurück richtung Hostel, draußen hielt man es einfach nicht lange aus. Zum Abendessen und anschließendem Eis wagten wir uns dann zwar noch mal vor die Tür, aber bei immer noch steigenden Werten wollten wir unserer Gesundheit dann lieber nicht mehr zumuten.

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Auf der Flucht vor dem Smog fuhren wir am nächsten Tag aus Beijing raus. Unser Mauer-Kletter-Tag stand an. Ich hatte vorher viel gelesen, über die verschiedenen Mauerabschnitte, die mal mehr, mal weniger restauriert waren und wir einigten uns schließlich auf einen Abschnitt, der beides auf sehr engem Raum bieten sollte. Gegeben dem Fakt, dass nunmal absolute Nebensaison und der Ort nicht sehr bekannt ist, hofften wir, dort ein wenig unserer Ruhe zu haben. Was uns nach 2 einhalb Stündiger Busfahrt dann erwartete übertraf meine Ehrwartungen bei weitem. Wir stiegen in einem Mini-Dorf aus dem Bus und begannen den Aufstieg geführt durch meinen Reiseführer. Die Mauer war schnell gefunden und joa, wir hatten unsere Ruhe: Wir waren vollkommen allein! Außer einem ansässigen Farmer gegegnete uns keine Menschen-Seele! Wir also hoch auf die Mauer und einfach mal los, in eine Richtung. Es klarte tatsächlich auch etwas auf und es war überraschend warm dank der Anstrengung und der Sonne, die sich sogar auch noch zeigte. Der Mauerabschnitt war zwar steil und nicht idiotensicher gebaut, aber durchaus noch gut in Schuss und so kraxxelten wir bis zum späten Nachmittag erst in die eine, dann in die andere Richtung, bevor wir dann doch gegen fünf müde wieder den Heimweg antraten.

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An unseren letzten vollen Tag in Beijing zeigte sich die Stadt dann noch mal von ihrer besten Seite. Der Smog klarte auf und wir hatten gute Luft und blauen Himmel, beides mit einem Mal ganz ungewohnt! :) Den gesamten Tag verbrachten wir in der gigantischen Anlage des Sommerpalastes, bei dem wir ja bereits an unserem ersten Tag vor verschlossenen Türen standen. Das Gelände umfasst den alten Palast, sowie einen riesigen See und unzählige kleinere Gebäude und Wege, die damals ausschließlich dem Kaiser und seiner Familie zur Belustigung dienten. Am Abend musste noch eines sein: Original Peking-Ente! Durch Zufall fanden wir auch da ein bezahlbares Restaurant, die uns mit unerschöpflicher Gedult die richtige Essvariante zeigten. Auch wenn wir uns etwas dämlich angestellt haben, geschmeckt hat es seeehr lecker! ^^

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Auch wenn unser Flug zur letzten Station Tokyo erst am Abend startete, lief an diesem Tag nicht mehr viel. Shopping und Bummeln durch unser Viertel nahm den Großteil des Vormittags ein und nach dem Mittagessen setzten wir uns einfach in die Lobby des Hostels und quatschen miteinander und den ebenfalls dort sitzenden anderen Gästen. Am Abend ging es dann mit Sack und Pack wieder zum Flughafen, uns stand eine sehr lange Nacht bevor... Mit einer sehr unterhaltsamen Begegnung am Beijinger Flughafen, dem 6-stündigen Zwischenstopp in Nanjing und am nächsten Morgen endlich der Weiterflug nach Tokyo war die Nacht dann auch gut gefüllt.

Wir kamen etwa gegen 12 in Tokyo am Narita Flughafen an und nachdem wir auch hier das erste "Wir brauchen Bargeld"-Problem gelöst hatten ging es mit dem Schnellzug in die Stadt... Leider ist Narita echt ein gutes Stück weg und wir waren zu geizig für den Hochgeschwindigkeitszug, daher tuckerten wir erst gegen Nachmittag in Tokyo ein. Dann noch mit dem lokalen Bahnsystem bis zu unserem Hostel durchschlagen (Ehrlich, Tokyo's öffentliches Netz ist ein einziges Chaos aus bunten Linien!) und einchecken, Zimmer beziehen und Co. Es dämmerte bereits als wir uns in der Februar Kälte auf machten nach Asakusa, einem beliebten Touri Viertel mit Tempel in der Nähe unseres Hostels. Leider hatte da schon viel zu, wir schlenderten trotzdem durch die schönen Straßen und fielen schließlich in ein Ramen-Shop (Nudelsuppe) zum Abendessen ein.

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Der nächste TagSGGA45 war vollgestopft mit allen Ecken Tokyo's, die ich den Jungs unbedingt zeigen wollte. Morgens ging es los und die erste Station war der Imperial Palace, bzw eher die Gebäude und der umschließende Park, den nur letzteren kann man besichtigen. Der ersten Blüten waren schon zu sehen (allerdings nicht Kirschblüten) und so war es trotz Winterlicher Kälte ein echt schöner Blick. Von da aus ging es mit der U-Bahn nach Shibuya, wo wir eine große Runde durch die Einkaufsläden und Restaurants gedreht haben bevor wir zu einem der bekanntesten Schreine in Japan laufen konnten. Der Meiji Schrein liegt mitten in einem kleinen Waldstück, welches widerrum mitten in der Stadt liegt und dem damit eine ganz eigene Stimmung innewohnt. Weiter zu Fuß nach Shinjuku (meine Güte wir sind echt viel gelaufen an dem Tag und Thomas ging es auch noch echt schlecht, tapfer mein Lieber, tapfer!). In dem "Viertel für junge Leute" haben wir uns dann in einem Kaufhaus die erste warme Mahlzeit den Tages gegönnt und etwas entspannt. Shinjuku besteht ebenfalls größtenteils aus Kaufhäusern, abgedrehten Cafés und allem, was man sonst so typischerweise mit Japan verbindet (Godzilla Hotel inclusive). Mit dem Zug ging's zur nächsten Station, Ikebukuro, wo primär Andi und ich einen wichtigen Termin hatten, das Pokémon Center befindet sich hier! Mit natürlich einigen neuen Einkäufen und weniger Yen als vorher hackten wir sogar auch noch Akihabara ab, das Nerd und Verrückten-Viertel von Tokyo, leider hatte aber bereits einiges zu und so mussten einige Blicke in die Spielhallen und letzten Shops genügen und müde und durchgefrohren fielen wir zurück im Hostel gegen 23 Uhr endlich auf unsere Futon-Matten.

 

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Eigentlich wollten wir an unserem letzten vollen Tag einen Kurztrip zum Fuß des Fuji-Berges machen, aber ein Blick auf das Thermometer und vor allem die Sicht der LIVE-Webcam Bilder überzeugten uns recht schnell, dass dies einfach keinen Sinn hatte. Es war arschkalt, neblig und vor allem nass draußen... Also gab es die Planänderung und wir blieben in Tokyo. Nach einigem hin und her, sind wir einfach mal in eine Richtung los gefahren und landeten in einem Viertel, in dem alte und neue Baustile auf eine sehr interessante Art co-exitierten. Ein Holz-Schrein mitten in einem Glas-Büro-Gebäude hat es uns besonders angetan. Danach ließen wir uns trotz Regen einfach etwas weiter treiben, landeten schließlich im Finanz-Viertel und beschlossen dann aufgrund des Regens doch wieder nach Aki(ha)ba(ra) zu fahren, da könnten wir uns wenigstens größtenteils überdacht aufhalten. Also rein ins Getummel zwischen Spielhallen, Anime und Manga, sowie Videospiele und Cosplay Gechäften. Einen Snack gab es in einem Maid-Café, wo ich die Jungs nun doch endlich noch ein wenig geschockt erleben durfte (wer nicht weiß was das ist, googled es... Wobei, nee, lasst es lieber!^^). Gegen Abend fuhren wir noch mal quer durch die Stadt zu einem Hochhaus und spätenstens als wir da oben waren, waren wir alle froh, dass wir uns nicht die Mühe gemacht hatten rauszufahren. Man konnte kaum die Stadt von oben sehen, so tief hingen die Wolken! Ein letztes typisch japanisches Abendessen in einem Restaurant ganz in der Nähe rundete dann auch diesen Tag ab und wir mussten uns wohl oder übel mit dem Gedanken anfreunden, dass unser Urlaub zu Ende ging... :(

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Unser letzter Morgen begann auch wieder viel zu früh. Sachen packen, auschecken und mit dem ganzen Kram wieder raus nach Narita, damit war der Vormittag hin. SquiddyGegen Nachmittag landeten wir (eine Stunde versetzt) wieder in Taipei, und wir nutzen die Zeit, die wir noch gemeinsam hatten für ein Abendessen am Flughafen, letzte Blödeleien und dem Niederschreiben unserer Highlights, bis die Jungs schließlich um 11 Uhr abends wieder in den Flieger stiegen, und ich mich mit dem Bus auf den Heimweg ins Wohnheim machte.

Echt krass, wie schnell die Zeit vergehen kann. Ich hatte wirklich eine Menge Spaß in dieser Zeit und bin wirklich froh, dass alles (najaaa, fast eben^^) so gut geklappt hat. Thomas und Andi sind einfach super Reisegefährten und ich freue mich jetzt schon auf Andi's nächstes Staatsexamen in drei Jahren dann, mal schauen, wo es dann hin geht! Squiddy:Codename-CC over and out!